Ein fehlgeschlagenes Update, ein Hack, ein versehentlich gelöschter Inhalt oder ein Serverausfall – irgendwann braucht jede Website ein Backup. Die Frage ist nur, ob es dann existiert, aktuell ist und sich tatsächlich wiederherstellen lässt. Genau daran scheitert es in der Praxis erstaunlich oft.
Kurz gesagt: Sichern Sie Dateien und Datenbank täglich und automatisch, bewahren Sie mindestens eine Kopie außerhalb des Servers auf, halten Sie mehrere Versionen vor und testen Sie die Wiederherstellung regelmäßig. Ein Backup, das nie getestet wurde, ist eine Hoffnung, keine Sicherung.
Was muss gesichert werden?
- Datenbank: Seiten, Beiträge, Einstellungen, Benutzer, Bestellungen und Formulareinträge
- Dateien: Uploads (Bilder, PDFs), Themes, Plugins und die
wp-config.php - bei Webshops: möglichst häufig, denn Bestellungen ändern sich täglich
Die 3-2-1-Regel
Bewährt hat sich die 3-2-1-Regel: drei Kopien Ihrer Daten, auf zwei verschiedenen Speichern, davon eine außerhalb des eigenen Servers. Liegt das Backup nur auf demselben Server wie die Website, ist es bei einem Hack oder Hardwaredefekt oft gleich mit betroffen.
Worauf es bei einer Backup-Lösung ankommt
| Kriterium | Empfehlung |
|---|---|
| Häufigkeit | täglich, bei Shops ggf. mehrmals täglich |
| Aufbewahrung | mindestens 14–30 Tage, damit auch spät entdeckte Probleme abgedeckt sind |
| Speicherort | zusätzlich extern, z. B. S3-kompatibler Speicher in der EU |
| Umfang | Datenbank und Dateien, nicht nur eines von beiden |
| Wiederherstellung | einzelne Dateien und komplette Website, getestet |
| Datenschutz | Speicher mit Auftragsverarbeitungsvertrag, Backups verschlüsselt |
Hoster-Backup oder Plugin?
Viele Hoster sichern automatisch – oft mit Werkzeugen wie JetBackup im cPanel. Das ist ein guter Grundschutz, liegt aber beim selben Anbieter. Ein Plugin wie UpdraftPlus oder ein externer Backup-Dienst ergänzt das um eine Kopie an einem zweiten Ort. Ideal ist beides: das Hoster-Backup für schnelle Wiederherstellungen, die externe Kopie für den Ernstfall.
Wiederherstellung testen
Spielen Sie mindestens einmal im Quartal ein Backup auf einer Staging-Umgebung ein und prüfen Sie, ob die Website vollständig funktioniert. So wissen Sie, wie lange eine Wiederherstellung dauert – und dass das Backup überhaupt brauchbar ist.
Typische Fehler
- Backup nur auf demselben Server
- nur die Datenbank oder nur die Dateien gesichert
- zu kurze Aufbewahrung – der Hack wurde erst nach zwei Wochen bemerkt
- Backups nie getestet
- kein Backup vor Updates oder größeren Änderungen
Häufige Fragen
Wie oft sollte ich ein WordPress-Backup machen?
Für Unternehmenswebsites mindestens täglich, bei Webshops mit vielen Bestellungen häufiger. Zusätzlich vor jedem Update und jeder größeren Änderung.
Reicht das Backup meines Hosters?
Als Grundschutz ja, als einzige Sicherung nicht. Ergänzen Sie es um eine Kopie außerhalb des Servers, damit ein Ausfall oder Hack beim Hoster nicht auch Ihre Backups betrifft.
Sind Backups datenschutzrechtlich relevant?
Ja, denn sie enthalten personenbezogene Daten wie Formulareinträge oder Kundenkonten. Nutzen Sie Speicher mit Auftragsverarbeitungsvertrag, idealerweise in der EU, und begrenzen Sie die Aufbewahrungsdauer.
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Wissen Sie, ob Ihr Backup im Ernstfall funktioniert?
In der Wartung richte ich tägliche Backups mit externer Kopie ein und teste die Wiederherstellung – damit Sie im Notfall nicht bei null anfangen.
