Weiße Seite in WordPress? „Kritischer Fehler“ in 6 Schritten beheben

Weiße Seite & kritischer Fehler – In 6 Schritten beheben

Sie rufen Ihre Website auf und sehen: nichts. Eine leere weiße Seite, kein Fehler, kein Inhalt. Oder WordPress meldet „Es gab einen kritischen Fehler auf dieser Website“. Dahinter steckt fast immer ein PHP-Fehler – meist ausgelöst durch ein Plugin, das Theme oder ein Update.

Kurz gesagt: Prüfen Sie zuerst die E-Mail zum Wiederherstellungsmodus, aktivieren Sie dann das Fehlerprotokoll, deaktivieren Sie Plugins per FTP und wechseln Sie testweise das Theme. Damit finden Sie den Verursacher in den meisten Fällen in wenigen Minuten.

Was steckt hinter der weißen Seite?

  • ein Plugin oder Theme mit einem Programmierfehler oder einer Inkompatibilität
  • ein abgebrochenes oder unvollständiges Update
  • zu wenig PHP-Arbeitsspeicher (memory_limit)
  • eine PHP-Version, die zu alt oder zu neu für ein Plugin ist
  • beschädigte Dateien, etwa nach einem fehlerhaften Upload

So beheben Sie den Fehler

1. Wiederherstellungsmodus nutzen

Seit WordPress 5.2 erkennt WordPress viele fatale Fehler selbst und schickt an die Admin-Adresse eine E-Mail mit einem Link zum Wiederherstellungsmodus. Darin steht meist schon, welches Plugin oder Theme den Fehler verursacht. Über den Link können Sie sich anmelden und es deaktivieren.

2. Fehlerprotokoll aktivieren

Kommt keine E-Mail, aktivieren Sie in der wp-config.php das Protokoll:

define( 'WP_DEBUG', true );
define( 'WP_DEBUG_LOG', true );
define( 'WP_DEBUG_DISPLAY', false );

Rufen Sie die Seite erneut auf und öffnen Sie wp-content/debug.log. Die letzte Zeile mit „Fatal error“ nennt Datei und Zeile – und damit fast immer das schuldige Plugin. Schalten Sie das Protokoll danach wieder aus.

3. Plugins per FTP deaktivieren

Benennen Sie den Ordner wp-content/plugins per FTP oder Dateimanager vorübergehend um, etwa in plugins-aus. Lädt die Website wieder, benennen Sie ihn zurück und deaktivieren Sie die Plugins einzeln, bis der Fehler wieder auftritt.

4. Theme wechseln

Liegt es nicht an einem Plugin, benennen Sie den Ordner des aktiven Themes um. WordPress wechselt dann auf ein installiertes Standard-Theme. Funktioniert die Seite damit, liegt der Fehler im Theme – häufig in einer angepassten functions.php.

5. Arbeitsspeicher erhöhen

Meldet das Protokoll „Allowed memory size exhausted“, erhöhen Sie das Limit, etwa mit define( 'WP_MEMORY_LIMIT', '256M' ); in der wp-config.php oder in den PHP-Einstellungen des Hosters.

6. PHP-Version prüfen

Tritt der Fehler direkt nach einer Umstellung der PHP-Version auf, stellen Sie vorübergehend die vorherige Version ein und aktualisieren Sie dann die betroffenen Plugins.

So vermeiden Sie den Ausfall künftig

  • Updates zuerst auf einer Staging-Kopie testen
  • vor jedem Update ein Backup erstellen
  • keine Änderungen direkt im Theme-Editor der Live-Website
  • Plugins aktuell halten und ungenutzte entfernen

Häufige Fragen

Was bedeutet „Es gab einen kritischen Fehler auf dieser Website“?

Das ist die moderne Version der weißen Seite: Ein PHP-Fehler hat das Laden abgebrochen. WordPress schickt dazu meist eine E-Mail mit Details und einem Link zum Wiederherstellungsmodus an die Admin-Adresse.

Verliere ich Inhalte, wenn ich Plugins per FTP deaktiviere?

Nein. Durch das Umbenennen des Ordners werden Plugins nur deaktiviert, nicht gelöscht. Einstellungen bleiben in der Datenbank erhalten.

Ist nur das Backend weiß, die Website aber erreichbar?

Dann ist meist ein Plugin betroffen, das nur im Admin-Bereich lädt. Das Vorgehen ist dasselbe: Fehlerprotokoll prüfen und Plugins einzeln testen.

Auch interessant: „Fehler beim Aufbau einer Datenbankverbindung“ in WordPress beheben · Plugin-Konflikte in WordPress finden und lösen – ohne die Live-Website zu gefährden

Ihre Website zeigt nur noch eine weiße Seite?

Ich finde den Verursacher, bringe die Website wieder online und erkläre, wie sich der Fehler künftig vermeiden lässt.

Über den Autor

Branko Šerić

Freelance-Webentwickler und SEO-Berater mit über 15 Jahren Erfahrung. Entwickelt Websites, Webshops und individuelle Software für Unternehmen und als externer Entwickler für Agenturen im DACH-Raum – remote aus Zagreb, gleiche Zeitzone (MEZ).

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